Codewort ‘Sweetie’: 2 süße Adressen in Gent

Vergangenes Wochenende war es wieder mal soweit – die Flandern Force Vienna – kurz FFV, fegte durch die Straßen Gents. Die drei Agentinnen hatten einen deutlichen Auftrag in der Tasche: Findet die besten UND außergewöhnlichsten Süßigkeiten der Stadt und schleust sie möglichst auffällig ins Basislager nach Wien.

       Agentinnen

Wie schon so oft kombinierten die Agentinnen auch hier wieder richtig: Innovation gepaart mit Qualität findet man am ehesten in den aufstrebenden Vierteln der Stadt – also ab in die Vlaanderenstraat. Zwischen coolen Cafés, teuren Klamottenläden und bröckelnden Fassaden fanden sie ihn:

                                   
Dieser Mann hatte vorher bei einem 3Sterne-Koch gearbeitet – das konnte gefährlich werden. Nichtsdestotrotz stieß die FFV ins Geschäft vor und sicherte einige der besonders auffälligen Exemplare. Und dann begann die harte Arbeit des Prüfens.

 test Macronen test1

Lassen Sie sich nicht täuschen: was so überaus erquicklich und einfach aussieht, ist echte Knochenarbeit. Und die Agentinnen hatten wieder einmal mitten ins Schwarze getroffen. Die beschlagnahmte Ware wies ein überaus hohes Suchtpotential für Feinschmecker aus.

Aber das konnte noch nicht alles sein. Ob es sich hier wohl nur um ein Glied einer mächtigen Verbindung handelte? Unweit von hier, in der Walpoortstraat, stieß die FFV auf eine weitere verdächtige Adresse mit höchst bemerkenswerter Ware:

   Yuzu  sortiment

Und wieder begann die aufreibende Arbeit des Sicherstellens und Prüfens:

Alex  haende  praline

Das Ergebnis war eindeutig – feinste Qualität, ungewöhnlichste Kombinationen!
Die Agentinnen waren zufrieden – ‘mission completed’.
Aber es war sicher nicht ihr letzter Einsatz – in dieser Stadt verbirgt sich sicher noch viel mehr ….


Patissier Joost Arijs

Chocolatier YUZU

Gerti
23.11.2011 11:39

Brüssel: Ein Comic-Spaziergang durch die Marollen

Das Marollenviertel liegt im Herzen Brüssels und doch finden nur wenige Touristen den Weg hierhin. Das ist irgendwie auch erfreulich, zumindest wenn man sich als Reisende gerne mal ‘unters Volk mischt’. Ich bin ja schon viele Male durch das Viertel geschlendert aber diesmal war das Thema Comic dran und siehe da – es gab einige Überraschungen – ich entdeckte Ecken, die ich bis dato nicht kannte!

Begonnen bin ich beim Halleport – einem Überbleibsel der zweiten Stadtmauer aus dem Mittelalter. Hier kommt man gut mit der U-Bahn oder Straßenbahn hin. Durch die Hoogstraat/Rue Haute gelange ich bald zur Cité Hellemans an der linken Seite. Das ist ein Sozialwohnbauprojekt aus den 10er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die 6 Wohnblöcke aus roten und gelben Ziegelsteinen sehen nicht nur hübsch aus, sie führen auch gleich zu den ersten beiden Comicwänden in der Rue Pieremans/Pieremansstraat.

Cité Hellemans  Rue Pieremans/Pieremansstraat  Rue Pieremans/Pieremansstraat

Am Ende der Straße sehe ich bereits den Flohmarkt am Vossenplein/Place du Jeu des Balles. Hier kann man an sieben Tagen die Woche das ganze Jahr hindurch Trödel und Krimskrams erstehen. Rund um den Platz gibt es eine paar alte kuriose Cafés – der richtige Platz um die Brüsseler Volksseele zu erkunden.

       

Weiter geht’s die Reebockstraat/ Rue Chevreuil hinunter und die Kapucijnenstraat / Rue Capucines wieder hinauf. Alte kleine Häuschen schmiegen sich hier aneinander und über den Viertel droht förmlich der riesige Justizpalast.

Reebokstraat/Rue du Chevreuil Kapucijnenstraat/Rue des Capucines Kapucijnenstraat/Rue des Capucines

Wenn man die Comics genauer betrachtet, findet man immer ein Detail der Umgebung im Bild – im mittleren Bild ist der Justizpalast abgebildet, den man auch in echt dahinter sieht.

Wieder auf der Höhe der Hoogstraat/Rue Haute angekommen, sehe ich auch gleich die Comicwand von Hergés Stups und Steppke und ein Stück weiter und komme ich am Breughel-Haus vorbei. Hier hat Pieter Breughel der Ältere tatsächlich 6 Jahre gewohnt. Das Haus ist über 500 Jahre alt! Der Platz daneben ist auch nach dem berühmten Maler benannt. Hier führt ein Lift zum Plateau des Justizpalastes. Ich biege aber beim Lift links in die Miniemenstraat/Rue des Minimes ein.

     Miniemenstraat/Rue des Minimes         Miniemenstraat/Rue des Minimes
Ich bestaune noch ein letztes Fresko und spaziere dann weiter bis zum Sablon, wo ich von einem Pralinengeschäft förmlich in das nächste falle …… aber das ist ein andere Geschichte!

Gerti
24.10.2011 08:24

Meisterwerke im MAS

Zum zweiten Mal mache ich mich auf den Weg zum MAS. Diesmal zu Fuß, denn jetzt kenne ich den Weg. Ca. 15 Minuten benötige ich, um von meinem Hotel im Zentrum Antwerpens entlang der Schelde bis zum neuen Museum zu schlendern. Ich komme an der Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe vorbei, an der mittelalterlichen Burg Steen -dem ältesten Gebäude der Stadt - an neuen Apartmenthäusern mit Blick über die Schelde.    

Dann bricht die Häuserzeile ab und eröffnet den Blick auf das imposante Museum MAS, das da zwischen zwei ehemaligen Dockbassins thront.MASSarahBlee                            

MASfassade
Es ist wirklich beeindruckend. Noch einmal nehme ich die große Wendeltreppe im Inneren des Gebäudes. Das Panorama
verändert sich auf jedem
Stockwerk und wird proportional
mit der Höhe weitläufiger und einfach atemberaubender.

 

 

Nach diesem Höhenflug besuche ich die Ausstellung ‘Meisterwerke im MAS’ im
3. Stock des Museums. Das heißt, weg vom hellen Tageslicht und rein in künstlich beleuchtete Museumshallen. Es erwarten mich mehrere Räume mit Kunst aus Antwerpener Museen vom 15. Jahrhundert bis heute.

                            

RubensWerke von den Altniederländern treffen auf zeitgenössische Kunstwerke. Man sucht nach Gemeinsamkeiten bzw. stellt Bezüge  zwischen Werken aus verschiedenen Jahrhunderten her. So werden z. B. Parallelen von Kunstsammlern bzw. Besitzern von Kunstkammern aus dem 16. Jahrhundert und der Sammleraktivität des belgischen Gegenwartskünstlers Panamarenko aufgezeigt.

Wanderer

 

 

Die Schau bietet einen guten Einblick in das Kunstschaffen der letzten 500 Jahre und vereint gleichzeitig auch die größten Kunstwerke aus den Antwerpener Museen – kurz - 
ein neues Museum für interessante Ein- und Ausblicke, dessen Besuch sich doppelt lohnt!

 

www.mas.be

Gerti
24.05.2011 15:39

MAS–Museum am Strom. Eine neue Landmarke in Antwerpen

Antwerpen hat ein neues Museum – besser – einen Museumsturm!
Ich habe mich so richtig klein gefühlt, als ich am Museumsplatz stand und meinen Blick nach oben richtete: Riesige Quader aus rotem Sandstein und dazwischen Glasfassaden.

     Aussen3MAS-building,-Antwer       PlattformMAS-building,-Antw

Dieses Gebäude muss man von innen sehen, und das ist auch gut möglich. Hier kann jeder rein kommen und sich mit der Rolltreppe von Stock zu Stock nach oben tragen lassen.
Der Ausblick ist berauschend. Riesige geschwungene Glaswände an den Außenwänden lassen den Blick über Hafen und Schelde oder auch über die Stadt gleiten. Ähnlich einer überdimensionalen Wendeltreppe schraubt man sich nach und nach in die Höhe. Im 8. Stock ist dann aber erst einmal Schluss, den die letzte Etage, der 9. Stock, ist der haute cuisine und seinen Verehrern vorbehalten. Der 2* Koch Viki Geunes hat sein Restaurant im Limburgischen Mol aufgegeben, um die Antwerpener Feinschmecker hier in luftigen Höhen zu bekochen.

     Detail2MAS-building,-Antwer      Detail1MAS-building,-Antwer     DetailMAS-building,-Antwerp

Also geht es wieder retour zum Eingang. Dort besorge ich mir eine Eintrittskarte in die Museumsräume. Wenn ich schon hier bin, will ich auch sehen, welche Geschichten die Stadt Antwerpen zu erzählen hat. Ich beginne im 2. Stock im Museumsdepot. Hier kann man den Fundus dieses riesigen Museums betrachten. 470.000 Stücke insgesamt besitzt das MAS – davon sind einige Tausend in den Sälen ausgestellt und die meisten hier im Depot in Regalen gestapelt bzw. in Schubladen eingeordnet. Es war wohl ein unglaublicher Kraftakt, all diese Gegenstände zu inventarisieren.

Die 4. Etage ist dem Thema Machtdemonstration gewidmet und erzählt von fünf Machthabern und deren Methoden und Symbole der Machtausübung. Im 5. und 6. Stock steht die Stadt Antwerpen zentral. Einmal in ihrer Entstehung und Entwicklung und dann auch in ihrer Rolle als Hafenstadt. Neben vielen Bildern und Gegenständen werden auch Videofilme gezeigt. An vielen Stellen kann man sich mittels Museums-iPhone die Informationen auf Deutsch auf den Bildschirm laden.

Die letzten zwei Museumsstockwerke handeln vom Thema Leben und Tod. Es wird gezeigt wie verschiedene Völker mit den Fragen – woher kommen wir und wohin gehen wir – umgehen.
Mir schwirrt schon ein wenig der Kopf, auch weil es hier so viele unterschiedlichen Themen und Zugänge gibt, dass ich beschließe die temporäre Ausstellung auf den nächsten Tag zu verschieben.

Ich setze mich jetzt lieber auf die Terrasse des Museumscafés Storm und lass mir ein einheimisches Bierchen servieren – ein Antwerpener Bolleke!

Gerti
16.05.2011 10:36

Zwei Restauranttipps in Brüssel

Obwohl ich schon etliche Restaurants in Flandern und Brüssel besucht und „getestet“ habe, erstaunt mich die hervorragende Küche doch immer wieder aufs Neue.

Was mich zusätzlich jedes Mal wieder beeindruckt ist, dass man sowohl in superstylischen und hippen als auch in einfachen und traditionellen Lokalen gleichermaßen gut speisen kann. Bei meiner letzten Besichtigungstour vergangene Woche habe ich zwei ganz unterschiedliche Restaurants in Brüssel „getestet“.

Ein ganz uriges „Beisl“ im Marollenviertel unterhalb des Justizpalastes ist das Restobieres. Wie der Name schon andeutet, werden in dieser Brasserie die Speisen großteils mit Bier zubereitet. Nach meiner Vorspeise, im übrigen die besten Garnelenkroketten, die ich jemals gegessen habe (und ich esse diese immer, wenn sie auf der Speisekarte stehen!) entschied ich mich für ein Kaninchen in Biersauce – eine ausgezeichnete Wahl, obwohl die Seezunge mit der Jakobsmuschel ebenfalls in Biersauce zubereitet, auch toll ausgesehen, und, wie meine Kolleginnen bestätigen, auch super geschmeckt hat….

Als Nachspeise habe ich mir ein Spekulatiuseis gegönnt, hmm einfach himmlisch!

Das Lokal ist nicht nur wegen seines hervorragenden Essens bei den Brüsselern sehr beliebt, die Ausstattung ist urig, der Chef ein echtes Unikum und ein wahrer Verkleidungskünstler & Entertainer: ob Magritte, Belleman oder Mönch, in Windeseile verwandelt sich der Chef in bekannte belgische Persönlichkeiten. Alles in Allem, ein unvergesslicher kulinarischer und unterhaltsamer Abend.

IMG_3380  IMG_3378  IMG_3402

 

Auf eine ganz andere Art und Weise hat mich das erst kürzlich eröffnete Restaurant Parkside, das sich in der Nähe des Jubelparkes befindet, beeindruckt. Beim Betreten des Restaurants steht man gleich direkt vor einer gleichermaßen edlen wie imposanten Bar. Das Restaurant ist sehr geschmackvoll eingerichtet, es dominieren dunkle Farbtöne und es werden auf die Details ein besonderes Augenmerk gelegt: superschöne Vasen sowie stylische Lampen und Luster zieren dieses Lokal. Auch auf das Auftreten der Bedienung, die im Übrigen sehr freundlich ist, wird hier Wert gelegt: weiße Bluse/Hemd, schwarze Hose und darüber eine schwarze Lederschürze – echt edel!

Die Auswahl der Getränke und Speisen ist vielfältig, die Präsentation und die Qualität super: mein Kabeljau war einfach himmlisch und ein krönender Abschluss war tatsächlich mein Dessert: Café glacé auf wienerische Art und Weise. Ich muss gestehen, so einen leckeren „Eiskaffee“ habe ich in Wien noch nicht geschlürft!

IMG_3512  IMG_3502  IMG_3509

Nach diesem Schlemmerwochenende wird mir wieder Mal bewusst: Brüssel, ich komme wieder!

PS: In Flandern und Brüssel wird man als Gast auch dann sehr höflich behandelt, wenn man nicht gerade supergestylt ein Restaurant betritt!

Claudia
29.11.2010 09:24

Streifzug durch Brüssels Sonntagsmärkte

Einkaufen nach Herzenslust – und das am Sonntag von frühmorgens bis spät in den Nachmittag hinein und in allen möglichen und ungeahnten Ecken der Stadt – auf edel & antik, multikulti oder Kitsch pur- das hat in Brüssel Tradition und ist in kaum einer anderen europäischen Metropole so gut möglich wie in Brüssel. Erst am vergangenen Wochenende konnte ich diese erstaunliche Erfahrung erstmalig selbst machen. Die beiden bekanntesten Märkte im absoluten Zentrum von Brüssel – den edlen Antiquitätenmarkt am Place du Sablon, der von zahlreichen Chocolatiers und noblen Geschäften gesäumt ist, und auch den nahe gelegenen klassischen Flohmarkt am Place du Jeu de Balle – kenne ich schon gut, weil ich immer wieder, wenn ich an einem Sonntag in Brüssel bin und es die Zeit erlaubt, gerne auf einen Sprung vorbei schaue um die einzigartige Atmosphäre zu genießen.

Aber, wie schon erwähnt, es gibt da tatsächlich noch zahlreiche andere sehr sehenswerte Märkte und Straßen in Brüssel, die es am Sonntag zu entdecken gilt:
Mit Bus oder der Metro (U-Bahn) sind die Markten van Kuregem/Marchés des  Cureghem (So 7 – 13h, U-Bahn ´Clemenceau´) im Gelände der ehemaligen Schlachthäuser in Anderlecht (Slachthuizen van Anderlecht/Abbatoirs Anderlecht)  von der Innenstadt bequem zu erreichen, in denen – teils überdacht in der ehemaligen großen Schlachthalle, teils in losen Verkaufsständen, oder IMG_3417auch kleineren Hallen - alles nur Erdenkliche feilgeboten wird. Es gibt dort  scheinbar tatsächlich nichts, das es nicht gibt!
Von dort war es nur mehr einen kurzen Spaziergang zum nächsten  stadtbekannten Markt, dem IMG_3415Sonntagsmarkt beim Südbahnhof Zuidstation/Gare du Midi (So 7 – 13h, U-Bahn Station “Gare du Midi”), wo ebenfalls viel günstige Kleidung und vor allem frische Lebensmittel aller Art zu erstehen waren.  

Nun war aber eine kleine Abwechslung fällig. Von jetzt an ging´s ”bergauf” – und zwar vom Südbahnhof weg mit der Straßenbahn Nummer 81, die sich die hügeligen Straßen des Jugendstilviertels St. Gilles gemächlich hinauf schlängelte. Vorbei an beschaulichen Plätzen und wunderschönen Art Deco Fassaden bis zu einer der Stationen nahe dem Wochenmarkt St. Gillis Voorplein/Parvis de Saint-Gilles (So 9 – 13 h, übrigens auch mit der U-Bahn “Parvis de Saint-Gilles” erreichbar),

IMG_3469  IMG_3467 IMG_3463

IMG_3479 IMG_3466 IMG_3462 IMG_3441


zu dem wir gemütlich das kleine Stück bergab schlenderten. Hier flanierten wir an den mit Köstlichkeiten gespickten Marktständen vorbei und genossen das geschäftige Markttreiben. Aufgewärmt mit einer chocolat chaud haben wir uns in einem der vielen gemütlichen Cafés, die den Markt säumen, und zwar im sehr authentischen Café Verschuren.


Noch ausständig war da außerdem der Tipp, den wir erst am Vortag von einer Brüsselerin bekommen hatten: die Marokkanische Einkaufsstraße in Schaerbeek, nahe dem Nordbahnhof (U-Bahn Station `Gare du Nord´) in der Brabantstraat/Rue de Brabant. Obwohl in den Reiseführern ´Sonntag 8 – 13 h´ angeführt wird, so war auch am späten Nachmittag, als wir nach einem ausgedehnten Mittagessen und einem kleinen Rundgang durch das EU-Viertel, endlich dort ankamen, das Straßentreiben noch in vollem Gange. Leder, Goldschmuck und weniger schicke bis durchaus auch modische Kleidungsstücke – so die Ingredienzen dieses eindrucksvollen Bazars, wo in den Geschäftslokalen der Straße überaus günstig um die Waren gefeilscht werden kann. Perfekt also für Schnäppchenjäger. Multikulti, bunt, kitschig bis schrill!

Ein kunterbunter, außerordentlich abwechslungsreicher Tag erfüllt von wundervollen Kulturschocks und tausenden Eindrücken ging schlussendlich seinem Ende zu! 
Nicht nur um Schnäppchen zu erjagen, sondern einfach nur um wieder das einzigartige Flair zu genießen…: Ihr Märkte von Brüssel, ihr seht mich bald wieder! :)

Alex
28.11.2010 14:21

Spitzenausstellungen in Brügge

Spitzen und Brügge passen zusammen. Dennoch geht es hier nicht um die Klöppelspitze, für welche ich mich prinzipiell weniger begeistern kann, sondern um zwei Top-Ausstellungen in Brügge, die ich vor wenigen Tagen bereits besuchen durfte.

‘Von Van Eyck bis Dürer’ titelt die Ausstellung im Groeningemuseum über den Einfluss der altniederländischen Maler auf die ‘Berufskollegen’ in Zentral- und Osteuropa im 15. und 16. Jahrhundert. Die Museumsräume wurden eigens für diese Ausstellung adaptiert um den ca. 300 Werken das geeignete Ambiente zu verleihen. Auch wenn man kein Kunstfreak ist, kann man dieser Ausstellung viel abgewinnen. Abgesehen davon, dass die Altniederländer in ihrer Farbenpracht und Präzision sowieso eine Augenweide sind, erfährt man auch viel über die Lebensweise der Leute aus jener Epoche. Und wo passt dies besser als in der mittelalterlichen Stadt Brügge selbst?!

Ganz anders ist der Gegenwartskunstparcours von Luc Tuymans angelegt. Auch hier geht es um den Bezug Mittel- und Osteuropa – aber eben um Gegenwartskunst. Da findet man Malereien, Installationen, Videofilme…. Das Besondere neben der Kunst an sich, sind hier die verschiedenen Ausstellungsorte, die vom modernen Concertgebouw über die alten Tuchhallen bis zum Groot Seminarie führen. Orte, die man sonst nicht besuchen würde bzw. könnte, weil sie teilweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Da war auch viel Neues für mich dabei, obwohl ich schon viele Male in Brügge war.

Besonders beeindruckt haben mich die ehemaligen Tuchhallen – die Stadshallen gleich am Fuße des Belfrieds. Die Räume sind riesig und man blickt direkt in den Jahrhunderte alten hölzernen Dachstuhl. Auch das Groot Seminarie – ein Priesterseminar etwas außerhalb des Zentrums beeindruckt mit langen Säulengängen und einem schönen Garten in der Mitte.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Brügge zu bieten hat. Und gerade jetzt in der Wintersaison während des Stadtfestivals Brügge Zentral ist unheimlich viel los.

Bald kommen dann auch noch der Weihnachtsmarkt dazu und der Eislaufplatz. Wer noch mal ein paar Tage weg will, dem lege ich diese Stadt ans Herz!

Brügge im Winter ist absolut sehenswert, erlebenswert!

BlogBruggeWinter

Gerti
05.11.2010 08:29

Dominique – der bessere Jamie Oliver der Schokolade

Donnerstag, 15 Uhr, Rendez-vous bei Dominique Persoone in seinem kleinen Atelier in Brügge. Rendez-vous? – ein paar Pressekolleginnen spitzen die Ohren! Und ich? Ich freu mich schon, weil ich kenne diesen Shock-o-latier, wie er sich selbst bezeichnet bereits und weiß, dass mir ein paar äußerst vergnügliche Minuten bevor stehen.

Etwas beengt stehen wir dann zwischen weißem und dunklem Schokobad und ich mach mir schon fast Sorgen, dass da jemand seine Kamera versenken könnte.
Aber da legt Dominique schon los und erzählt von seiner großen Leidenschaft – von der Schokolade; von seinen bisweilen verrückten Ideen, die ihn Pralinen mit Austern machen lassen, von seinen Versuchen bei internationalen Food-Workshops das Geschmackserlebnis seiner Pralinenkreationen um olfaktorische und audio-visuelle Elemente zu erweitern und die Probanten  sozusagen in ein speziell geschaffenes Geschmacksuniversum zu schicken, von seiner Zusammenarbeit mit Spencer Tunick und den Erlebnissen mit den Rolling Stones.

Wir dürfen auch kosten – die Tequila Praline z.B. – sie kommt mit einer kleinen Pipette versehen. Eine kleine Anleitung ist hier angebracht: Also zuerst am Salz an der oberen Seite der Praline schlecken, dann die Pipette in den Mund entleeren und schwups die Praline hintendrein – kauen……mhhh genießen.

Wir kosten auch noch giftgrüne Pralinen (meine absoluten Lieblinge) und welche mit Wein drinnen und es ist einfach keine dabei, die ich wieder ausspucken möchte.

DominiquePersoone 
Nach etwa 20 Minuten stehen wir wieder draußen – den Bauch voller süßer Schokolade und in der Tasche den Schoko-Lipstick – süße Küsse garantiert.
Dominique ist für mich ein Mann, der seine Träume lebt und sich wenig um Konventionen schert. Bei all seinem Erfolg bleibt er sympathisch und liebenswert.
Ich komme wieder!

http://www.chocolateline.be

Gerti
06.10.2010 09:11

Ein Sommertag in Brüssel

Besichtigungstouren können ganz schön anstrengend sein, vor allem dann, wenn man möglichst viel in kurzer Zeit ansehen möchte. Für all jene, die sich eine kleine Verschnaufpause zwischendurch gönnen möchten um später wieder mit vollem Elan die Stadt erkunden zu können, dem empfehle ich einenFlandern 2010 225 Ausflug zum Park „Terkamerenbos – Bois de la Cambre“.  Was nämlich viele nicht wissen: Brüssel zählt zu den „grünsten“ Städten Europas und der „Terkamerenbos – Bois de la Cambre“ wird sogar als einer der schönsten Parks Europas bezeichnet. Seine weitläufigen Wiesen eignen sich hervorragend zum Ball spielen, zum Sonnen oder zum Picknicken. Wer sich aber lieber kulinarisch verwöhnen lässt, dem empfehle ich einen Besuch im Chalet Robinson, einem wunderschönen und geschmackvollen Restaurant mit riesiger Terrasse inmitten der idyllischen Grünoase.

Crazy Days 2010 449Bereits der Zugang zum Chalet, einem romantischem Gebäude in Holzkonstruktion, ist außergewöhnlich: 2 Floßminuten trennen das Restaurant, das im Übrigen auch Brasserie und Cocktailbar ist, vom grünen Festland. Das Essen ist ausgezeichnet – ein Gericht leckererer als das andere - und wer dem Genuss zu sehr verfallen ist, der kann sich in den zahlreichen Liegestühlen ausruhen oder ein  Ruderboot mieten und die „Insel“ auf dem Seeweg gemeinsam mit den Enten erkunden. Ein an das Restaurant angrenzendes Gehege mit „freilaufenden“ Hasen, lässt Kinderherzen höher schlagen und die Eltern in Ruhe essen oder chillen.

Vorreservierung fürs Restaurant dringend empfohlen!

Öffnungszeiten:

Chalet und Bar: Mo-So: 12h – 23h

Restaurant: Mo-So: 12h-14h30 und 19h-23h

Nähere Infos unter:

http://www.chaletrobinson.be

Claudia
07.07.2010 11:07

Couleur Café

Ein Wochenende in Flandern ist wieder vorbei…es war - wie immer - traumhaft schön. Wir hatten Glück mit dem Wetter, das Essen war lecker, die Hotels – super toll und die Reisegruppe war spitze. Alles in einem kann ich sagen – ein unvergessliches Wochenende mehr. :)

Mein absolutes Highlight der Reise – Couleur Café. Dieses Musikfestival ist anders als die typischen Festivals, die ich kenne.
Beim Eingang gibt es eine “Straße” – auch Gourmetmeile genannt - nur mit Köstlichkeiten aus den verschiedensten Ländern. Wir haben zum Beispiel einen Teller mit typischen Speisen aus Brasilien gegessen – der Mix war echt lecker! :)
Es gab auch noch typisch belgisches Essen, Japanisch, Chinesisch und natürlich auch Hot Dog! :)

Crazy Days 2010 330

Nach der Gourmetmeile, wo es natürlich auch einiges zu trinken gab, kam man zu den verschiedensten Verkaufsständen. Es war alles erhältlich – von Kleidungsstücken – welche wiederum sehr vielfältig waren – bis hin zu Musikinstrumenten – hauptsächlich typisch afrikanische! :)

 

Nach dem“Shopping-Trip” gelangt man dann schlussendlich auf das Hauptgelände Crazy Days 2010 317des Festivals. Mit drei Hauptbühnen und zahlreichen Nebenbühnen war für jeden etwas dabei – und das hat man auch gesehen. Es waren Familien mit Kleinkind unterwegs, sehr viele Jugendliche und auch ältere Menschen, die in ihren Campingsesseln vergnügt den Musikklängen lauschten. Das Besondere daran war aber, dass die verschiedensten Kulturen miteinander feierten. Ein richtiges Multi-Kulti Festival. :)

Nach den ersten gewonnen Eindrücken vom Festival stürzten wir uns mitten ins Geschehen. Zu aller erst konnten wir ein Rap-Konzert erleben…es wurde getanzt,  mitgesungen…alles, was ein gutes Konzert eben so ausmacht! ;)

Danach ging es weiter zur nächsten Bühne…eine Tanzbühne! Es war so eine Art Workshop, mit den verschiedensten Arten von Tänzen. Die Schritte wurden von einer Gruppe professioneller Tänzer/innen vorgezeigt und das Publikum musste  nachtanzen. Es erwies sich als schwieriger als es im ersten Augenblick aussah. Aber wir hatten riesigen Spaß dabei. :)

Crazy Days 2010 089Am späten Abend machten wir uns auf den Weg zur Titan-Bühne – eine der drei Hauptbühnen – wo der Hauptakt des Abends Snoop Dogg war! Doch bevor dieser seinen Auftritt hatte, konnten wir noch ein Feuerwerk der Extra Klasse bewundern. Es war einfach bombastisch, was das Couleur Café Festival in den Himmel schoss. Vom ganzen Festivalgelände konnten wir “Uuuuuhs” und “Ooooohs” hören. Einfach jeder Besucher war begeistert.

Nach ca.. 20. Minuten war das Feuerwerk vorbei und der Großteil der Besucher stürmte zur Bühne – ein Teil von uns mittendrin. Um ca.. 24.00 Uhr begann er – Snoop Dogg. Die Menge tobte…alle haben gesungen, zeitweise geschrien und getanzt. Ein paar von uns verloren an diesem Abend ihre Stimmen. :)
Um halb drei war das Konzert schlussendlich vorbei und der Abend am Couleur Café fand ein Ende.

Eines steht jedoch fest…diesen Abend werden wir nicht so schnell vergessen! :D

Kathi
05.07.2010 11:02

BlogEngine.NET 2.5.0.6 powered by atwork
© Tourismuswerbung Flandern Brüssel